Willkommen beim DVOM

Der Deutsche Verband für Osteopathische Medizin (DVOM) e.V. ist ein Berufsverband für Osteopathen.

Er ist Mitglied der Konsensgruppe Osteopathie Deutschland, einer Initiative aller tragenden Osteopathie-Verbände in Deutschland.

  • Zielgruppe:

    Osteopathen mit einer abgeschlossenen Ausbildung und Osteopathen in Ausbildung, die sich für die Rahmenbedingungen ihres Berufs als Osteopath(in) interessieren und auch engagieren möchten.

  • Die Vorteile einer Mitgliedschaft im DVOM:

    Profitieren Sie von den Netzwerken des DVOM auf nationaler und internationaler Ebene. Demonstrieren Sie die Qualität Ihrer Ausbildung und lassen Sie sich auf der Therapeutenliste des Verbands listen.

  • Information:

    Wir informieren Sie über die politische Entwicklung im Gesundheitswesen, speziell in der Osteopathie und auch über die neusten Erkenntnisse, welche für Ihren Praxisalltag wichtig sind.

Für den Log-In zum Mitgliederbereich benutzen sie bitte ihre registrierte E-Mail-Adresse und ihr persönliches Kennwort.

Hilfe für den Log-In zur Mitgliederseite

Wenn Sie noch Fragen zur Anmeldung oder der Nutzung des Mitgliederbereichs haben finden Sie hier ein Video-Tutorial welches Ihnen die Registrierung erklärt.

Der DVOM-Thementag:

Inspiring Insights in den Praxisalltag der Osteopathen

Nagold im Oktober 2019: Wie schon in den letzten Jahren, so hat der DVOM-Thementag auch dieses Mal seine Teilnehmer begeistert. Das Programm, vom DVOM-Vorstand auf Basis einer Mitgliederbefragung erstellt, war engagiert und informativ zugleich. Den Vormittag füllten die Vorträge „Die Bedeutung der Kommunikation in der Patientenbeziehung“ von Frau Almut Grieb und „Wieviel Technik braucht die Osteopathie“ von Prof. Matthias Beck.

Die Kommunikation als Grundlage einer Patientenbeziehung, so konnte Frau Grieb in ihrem Vortrag aufzeigen, ist ein elementares Element einer jeden therapeutischen Intervention und hat einen erheblichen Einfluss auf den Outcome einer Therapie – auch der Osteopathie, die ja in besonderem Maße auf die Mobilisation salutogenetischer Ressourcen der Patienten setzt.

Ein historischer Rückblick auf die Ereignisse des Jahres 1874, welches als das Geburtsjahr der Osteopathie durch A.T. Still gilt, bildet im Vortrag von Matthias Beck den Rahmen für die Frage, wie sich die Perspektive der Osteopathie in den vergangenen 145 Jahren, unter dem Einfluss naturwissenschaftlicher Erkenntnisse, verändert hat. Dabei richtete er sein Augenmerk auch auf die Frage, welche Chancen die Osteopathie der „Jetztzeit“ hat, ihrem Anspruch als komplementäre Form der Patientenversorgung zu sichern.

Nach dem Abschluss der Jahreshauptversammlung des DVOM, im Rahmen derer über die aktuellen internationalen und nationalen berufspolitischen Entwicklungen informiert und anschließend der Vorstand entlastet wurde, widmete sich die Veranstaltung am Nachmittag dem Thema: „Rechtssicherheit bei der Praxiswerbung“.

Die kompetente juristische Analyse von RÄ Frau Dr. Oberhauser aus Nürnberg, vermittelte den Teilnehmern eine praxisorientierte Leitlinie, wie Werbung von Osteopathen zielführend und unter Vermeidung rechtlicher Fehler umgesetzt werden kann.

Anhand von praktischen, alltäglichen Beispielen zeigte Fr. Dr. Oberhauser sehr lebendig auf, wie schmal - insbesondere im medizinischen Kontext - der Pfad zwischen legaler Werbung und verbotenen Aussagen ist. Den Teilnehmern wurde schnell deutlich, welche „Kleinigkeiten“ in der Gestaltung von Homepage, Flyern etc. sowie in der Formulierung von Texten hierfür zu einer teuren Abmahnung, insbesondere durch Abmahnvereine, führen können. Anhand konkreter Beispiele konnten alle Teilnehmer schließlich „abmahnsicheres“ Formulieren üben.

Wir freuen uns sehr, dass RÄ Frau Dr. Oberhauser den Mitgliedern des DVOM in Zukunft auf Honorarbasis für Fragen zu der individuellen Gestaltung von Websites, Flyern und der Werbung im Allgemeinen sowie für medizinrechtliche Belange zur Verfügung.

Für Herbst 2020 ist die Planung des nächsten DVOM-Thementag schon in vollem Gange. Wir werden zeitnah über den Termin und die Themen informieren.

Autismus nach MMR-Impfung:

Wer von uns regelhaft Neugeborene und Kleinkinder osteopathisch behandelt, wird sicherlich von Seiten ihrer ratsuchenden und zum Teil durch die Medien verunsicherten Eltern um seine Meinung gefragt wenn es um die Entscheidung geht, die von der SIKO, der ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (RKI), empfohlenen Impfungen durchführen zu lassen.

Auch die aktuelle und teils hitzig geführte Diskussion über eine Impfpflicht für Masern sorgt immer wieder für kontroverse Einlassungen und Statements zu diesem Thema (siehe Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, verfügbar im Mitgliederbereich der DVOM-Website). Eine weitere Angst beschäftigt und verunsichert die Eltern bezüglich der MMR-Impfung (Masern, Mumps und Röteln): Gibt es die Gefahr das in der Folge dieser Impfung bei den Kindern ein Autismus auftritt?

Woher kommt denn diese Sorge der Eltern? Nun vor etwas mehr als 20 Jahren wurde im Lancet zu diesem Thema die Publikation von Dr. Andrew Wakefield veröffentlicht (Lancet 1998;351[9103]:637-41). In seinem Artikel belegte Dr. Wakefield den Zusammenhang zwischen MMR-Impfungen und dem Auftreten von Autismus bei 12 seiner kindlichen Patienten. Wenngleich der Lancet nach mehr als 12 Jahren, im Jahre 2010, den Artikel auf Grund von erheblichen statistischen Mängeln und der Fälschung von Daten zurückzog (CMAJ MARCH 9, 2010 • 182(4)) so hält sich diese Vorstellung noch heute hartnäckig in der Liga der Impfkritiker und Gegner.

Im April dieses Jahres wurde nun in dem amerikanischen Journal Annals of Internal Medicine (Vol. 170 No.8; 16 April 2019) die Studie von Hviid und Mitarbeiter unter dem Titel: Measles, Mumps, Rubella Vaccination and Autism: A Nationwide Cohort Study, veröffentlicht. Die Autoren untersuchten in Dänemark zwischen 1999 und 2010 die Fälle von 657461 Kindern, von denen gemäß der Empfehlung des nationalen Gesundheitsministeriums 95% mit dem MMR-Impfstoff immunisiert wurden und entwickelten ein follow-up dieser Kinder bis zum Jahre 2013.

Der Outcome der Studie belegt ohne jeglichen Zweifel, wie bereits zuvor schon eine Metaanalyse aus dem Jahr 2014, das keinerlei erhöhtes Risiko für das Auftreten von Autismus nach einer MMR-Impfung besteht. Im Vergleich zur Kontroll-Kohorte nicht geimpfter Kinder, war in dieser die Inzidenzrate auf Grund sekundärer Komplikation durch eine Masern-Erkrankung sogar höher.

Interessant ist auch die Subgruppenanalyse, welche die Autoren durchgeführt haben. Kinder, die zur Risikogruppe für Autismus gehören (Frühgeburtlichkeit, Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft und das Auftreten autistischer Syndrome bei Geschwisterkindern) zeigen ebenfalls kein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Autismus nach MMR-Impfungen.

Es gibt also eine gute Evidenz dafür, die ratsuchenden Eltern zu beruhigen und ihnen auf der anderen Seite aber auch die Risiken aufzuzeigen, welche durch die Komplikationen von Masern bei nicht geimpften Kindern auftreten können.

Den Originalartikel und weitere INFO zu diesem Thema finden Sie im Mitgliederbereich zum Download.

Schwangerschaftsdepression:

Portland (Ohio): Depressionen, unter denen während und nach der Schwangerschaft 1 von 7 Frauen leidet, lassen sich durch psychologische Behandlungen häufig verhindern. Zu dieser Einschätzung gelangt die US Preventive Services Task Force (USPSTF), die das dortige Gesundheitsministerium zu Fragen der Krankheitsvermeidung berät. Stellungnahme und Evidenzreport wurden im US-amerikanischen Ärzteblatt JAMA 2019 (Link zur Volltextversion) veröffentlicht.

Unter einer perinatalen Depression sollen weltweit bis zu 13 % der Schwangeren leiden. Es handelt sich dabei nicht nur um den „Babyblues“, zu dem es nach der Geburt infolge der hormonellen Umstellungen kommt und von der sich die Mütter innerhalb weniger Tage erholen. Eine perinatale Depression ist dagegen eine „echte“ Major-Depression, die ohne Behandlung die Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet.

The AAO-Journal:

Die Ausgabe 6-2019 des AAO Journal ist erschienen! Sie finden die PDF-Version in Mitgliederbereich der DVOM-Website. Lesen Sie den Beitrag: Osteopathic Structural Findings in Women During Menstruation.

Die OIA wird offizieller Partner der WHO:

Im April 2018 wurde der Osteopathic International Alliance (OIA) von der WHO der Staus eines "official partner" zugesprochen. Damit ist die OIA an einem seit Jahren verfolgten Ziel angekommen. Durch diesen offiziellen Status gewinnen alle Bemühungen und Aktivitäten der OIA an Gewicht. Es bleibt zu hoffen, dass sich dies nun auch auf nationaler Ebene wiederspiegelt, dort wo es um die Bedeutung der Osteopathie und ihrer Anerkennung in den Gesundheitssystemen der Mitgliedsländer, wie zum Beispiel Deutschland, geht. Wir sind mit diesem Statuswandel diesen Zielen sicherlich näher gekommen.

Erfahren Sie mehr über ein optimiertes Praxis-Management:

Informieren Sie sich zu diesem Thema an Hand der Videopodcasts im Mitgliederbereich.

Der DVOM ist Mitglieder der OIA

Der DVOM ist Mitglied der Konsensgruppe

Der DVOM ist Mitglied im EROP

DVOM Thementag 2019