Willkommen beim DVOM

Der Deutsche Verband für Osteopathische Medizin (DVOM) e.V. ist ein Berufsverband für Osteopathen.

Er ist Mitglied der Konsensgruppe Osteopathie Deutschland, einer Initiative aller tragenden Osteopathie-Verbände in Deutschland.

  • Zielgruppe:

    Osteopathen mit einer abgeschlossenen Ausbildung und Osteopathen in Ausbildung, die sich für die Rahmenbedingungen ihres Berufs als Osteopath(in) interessieren und auch engagieren möchten.

  • Die Vorteile einer Mitgliedschaft im DVOM:

    Profitieren Sie von den Netzwerken des DVOM auf nationaler und internationaler Ebene. Demonstrieren Sie die Qualität Ihrer Ausbildung und lassen Sie sich auf der Therapeutenliste des Verbands listen.

  • Information:

    Wir informieren Sie über die politische Entwicklung im Gesundheitswesen, speziell in der Osteopathie und auch über die neusten Erkenntnisse, welche für Ihren Praxisalltag wichtig sind.

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Update zu SARS Covid-19: Fragen aus der Praxis

Nagold, 24.03.2020: Neue Information

Auf der Website des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie findet sich heute in der offiziellen Liste der Betriebe und Einrichtungen welche trotz der Beschränkungen geöffnet haben dürfen, die Osteopathen. Eine erfreuliche Entwicklung in Zeiten der Verunsicherung. Damit können nun alle unsere Verbandmitglieder sich wieder ganz beruhigt der Betreuung ihre Patienten widmen.

Nagold, 23.03.2020: Lieber Verbandsmitglieder,

noch immer steht für viele Osteopathen die Frage im Raum, unter welchen Bedingungen sie ihre Praxis noch öffnen und ihre Patienten betreuen können. Dazu zunächst Folgendes: Wenn für die Durchführung Ihrer Behandlung eine medizinische Notwendigkeit besteht, im Sinne einer realistischen Versorgungsrelevanz, so sollten Sie Ihre Praxis öffnen und so die notwendige Therapie für ihre Patienten ermöglichen.

In Hinblick auf die Relevanz Ihrer Therapie, ist es wichtig sich auch darüber im Klaren zu sein, dass gerade in Zeiten einer tiefen Verunsicherung der Menschen, der Aspekt eines salutogenetischen Therapieansatzes von großer Bedeutung für die Kompetenz des Immunsystems sein kann.

Wenn Sie sich also dazu entschließen, die Versorgung der Patienten die dies wünschen, weiterhin zu ermöglichen so sollten Sie folgende Punkte beachten:

In der gesamten Praxis muss ein adäquater Hygienestandard bezüglich der Flächendesinfektion (Türklinken, Untersuchungs- und Behandlungsbänke) sowie der Händedesinfektion gegeben sein.

Für den Weg zur Praxis und den Nachhauseweg genügt, im Falle der Kontrolle durch die Ordnungsbehörde, ein ausgedruckter Terminzettel mit Stempel und Unterschrift als Nachweis.

Die chirurgischen Schutzmasken, als Mund-Nasen-Schutz, werden Sie selbst nur bedingt gegen Viren, die über die Luft übertragen werden, schützen. Doch diese Masken können gegen etwas anderes helfen: Gegen Schmierinfektionen, die durch die Berührung an Nase und Mund begünstigt werden können.

Nach Angaben der WHO kann das Tragen der Maske sogar zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen - wodurch wichtige Hygiene-maßnahmen vernachlässigt werden. Wenn Sie sich als Therapeut(-in) jedoch im öffentlichen Raum bewegen müssen, so kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes als Fremdschutz sinnvoll sein, um das Risiko eine andere Person durch Husten oder Niesen anzustecken, zu verringern.

Patienten, die erkrankt sind oder als Verdachtsfälle eingestuft wurden sollten generell nicht mehr zur osteopathischen Behandlung in Ihre Praxis kommen, den in diesem Falle würde für Sie selbst nur noch ausreichender Schutz bestehen, wenn Sie Schutzkittel, Einmalhandschuhe, einen direkt anliegenden mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz (FFP2-Maske) und eine Schutzbrille tragen. Eine Ausrüstung die ohnehin im Moment nicht im Handel verfügbar ist.

Nagold, 20.03.2020: Lieber Verbandsmitglieder,

schon wieder News! Ja die Anrufe und Anfragen der letzten beiden Tage machen es notwendig. Viele Menschen in unserem Land sind von den Entwicklungen der letzten Woche zu tiefst verunsichert. Dies führt dazu, dass man dazu geneigt ist allerlei Information nicht mehr auf ihre Herkunft und ihren Sachinhalt kritisch und analytisch zu hinterfragen.

So wird es für fake-news ein Leichtes ihre Opfer zu finden. Weder an der Nachricht, das die Einnahme von NSAR bei einer durch Corona-Viren verursachten grippeähnlichen Erkrankung, die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs verursacht noch an der Nachricht, das Osteopathie-Praxen auf Grund der aktuellen Verordnung geschlossen werden müssen, ist etwas Wahres.

Medizinische Versorgungseinrichtungen sind ausdrücklich von dieser Verordnung ausgenommen. Die Anwendung der Osteopathie ist mit dem Tatbestand der Ausübung der Heilkunde verbunden und ist damit ein Teil der medizinischen Versorgung. Wenn Sie also ihre Patienten weiterhin behandeln möchten, so sollten Sie auf die erweiterten Hygieneanforderungen achten aber sich nicht unnötiger Weise verunsichern lassen. Hier finden Sie dazu einen Link zum Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.

Es kommt aber sicherlich teilweise zur Absage von vereinbarten Behandlungsterminen durch die Patienten selbst. Sollte es, wie von der Regierung angekündigt, zu finanzieller Unterstützung bei Verdienstausfällen durch die Pandemie kommen, so möchten wir Ihnen empfehlen diese Ausfälle aktuell zu dokumentieren damit sie gegeben Falls dann später einen Nachweis des Ausfalls führen können.

In Hinblick auf Ihre Mitarbeiter, bzw. eventuell notwendiger Kurzarbeit und der finanziellen Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit finden Sie Information unter folgendem Link.

Wir hoffen damit aktuell bestehende Fragen beantwortet zu haben.

Mit freundlichem Gruß

Ihr DVOM-Vorstand

Colorado Springs 11.-16.03.2020: Die AAO Convocation 2020 stand in diesem Jahr ganz unter dem Einfluss der COVID-19 Pandemie. Schon am Mittwoch, dem ersten Tag der jährlich stattfindenden internationalen Tagung der Osteopathen war es in den Meetings der Komitees sehr beschaulich.

Wo sonst in den vergangenen Jahren oft die Sitzplätze für alle Anwesenden nicht ausgereicht hatten, klafften an den Konferenztischen große Lücken die sich nicht nur durch den gebotenen Sicherheitsabstand der Teilnehmer, sondern vor allem durch die geringe Zahl der Anwesenden ergab.

Die Einreisesperre in die USA hatte viele Teilnehmer aus Europa kalt erwischt und von den US-Kollegen durften viele ihre Stelle an den Kliniken nicht verlassen bzw. konnten auf Grund der Auflagen ihrer Arbeitgeber an der Veranstaltung nicht teilnehmen.

Schlussendlich waren von den geplanten über tausend Teilnehmern nur zirka 250 angereist und von diesen verließen bis zum letzten Kongresstag nochmals gut die Hälfte das Meeting. So verwundert es nicht, dass auch einige der Vorlesungen und Hand-on-Workshops ausfallen mussten da auch die Referenten nicht kommen konnten.

Unter dem Strich gelang es jedoch der diesjährigen Kongresspräsidentin J’Aimee Anne Lippert, DO, trotz aller Widrigkeiten für die ausgefallenen Redner schnell einen gleichwertigen Ersatz zu organisieren. So änderte sich zwar täglich die Agenda, aber dennoch konnte ein interessantes und informatives Programm gestaltet werden.

Wie zu erwarten nahm natürlich die Diskussion um COVID-19 und die aktuelle bzw. die für die kommenden Wochen zu erwartende medizinische Versorgung der Betroffenen eine zentrale Rolle ein. In verschiedenen Vorträgen wurde immer wieder der Vergleich mit der „spanischen Grippe“ 1918 bemüht. Die Influenza-Pandemie breitete sich, nach Ende des ersten Weltkriegs, in zwei Wellen (1918 und 1920) in Europa und in Amerika aus. Damals konnten die Osteopathen in Amerika zeigen, dass die von ihnen behandelten erkrankten Menschen, eine im Vergleich mit der Standardtherapie der damaligen Zeit, deutlich geringere sekundäre Komplikations- und auch Sterberate aufwiesen.

Aus dieser positiven Bilanz leiten zwei Redner direkte Empfehlungen für die manuelle osteopathische Behandlung von COVID-19 Patienten ab und entwickelten ein Therapie-Szenario, welches neben lymphatischen Techniken und der Mobilisation des Thorax auch kraniale Behandlungstechniken umfassten. Wenngleich man sich durchaus von diesen Maßnahmen positive Effekte für die Lungenfunktion der betroffenen Menschen erhoffen kann, stellt sich in der aktuellen Situation doch die Frage welche Patienten bei uns auf diese Weise behandelt werden sollen? Die einen befinden sich in häuslicher Quarantäne und Ihr Besuch in der Praxis bzw. die häusliche Behandlung der Betroffenen würde die Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus mit sich bringen und die komplizierten Fälle sind hospitalisiert bzw. werden intensivmedizinisch betreut. Für diese Patienten wäre eine manuelle osteopathische Behandlung zwar theoretisch denkbar, jedoch fehlen dafür in Deutschland die klinischen Strukturen welche für die Integration osteopathische Behandlungsansätze von Nöten wären. So bleibt uns vorerst nur das aktive Bemühen eine weitere Verbreitung des Virus durch umsichtiges Verhalten zu verhindern.

Um die damit verbundenen, teils unpopulären, Entscheidungen besser einschätzen zu können haben wir im Anhang einem Beitrag von Tomas Pueyo. Dieser beleuchtet statistisch die pandemische Entwicklung von COVID-19. Wenn gleich der Beitrag teils sehr polemisch und aus der Sicht der Amerikaner geschrieben ist, so verdeutlicht er uns doch die Folgen einer Untätigkeit und einer Verharmlosung der Situation.

Erfahren Sie mehr über ein optimiertes Praxis-Management:

Informieren Sie sich zu diesem Thema an Hand der Videopodcasts im Mitgliederbereich.

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