Willkommen beim DVOM

Der Deutsche Verband für Osteopathische Medizin (DVOM) e.V. ist ein Berufsverband für Osteopathen.

Er ist Mitglied der Konsensgruppe Osteopathie Deutschland, einer Initiative aller tragenden Osteopathie-Verbände in Deutschland.

  • Zielgruppe:

    Osteopathen mit einer abgeschlossenen Ausbildung und Osteopathen in Ausbildung, die sich für die Rahmenbedingungen ihres Berufs als Osteopath(in) interessieren und auch engagieren möchten.

  • Die Vorteile einer Mitgliedschaft im DVOM:

    Profitieren Sie von den Netzwerken des DVOM auf nationaler und internationaler Ebene. Demonstrieren Sie die Qualität Ihrer Ausbildung und lassen Sie sich auf der Therapeutenliste des Verbands listen.

  • Information:

    Wir informieren Sie über die politische Entwicklung im Gesundheitswesen, speziell in der Osteopathie und auch über die neusten Erkenntnisse, welche für Ihren Praxisalltag wichtig sind.

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DVOM-Thementag 2020

am 11. Oktober 2020 in Nagold:

Am Sonntag, den 11. Oktober 2020, veranstaltet der Deutsche Verband für Osteopathische Medizin (DVOM) e.V. seine Jahreshauptversammlung in Kombination mit einem Thementag.Alle Mitglieder des DVOM und alle interessierten Osteopathen sind herzlich eingeladen, an diesem Event im Oktober teilzunehmen.

09:00 Uhr bis 12:00 Uhr: Marketing in der Osteopathie-Praxis (Frau Schmietainski)
12:00 Uhr bis 12:30 Uhr: Adverse Events in der Osteopathie - ein Review der aktuellen Publikationen (Matthias Beck)
12:30 Uhr bis 13:30 Uhr: Mittagspause
13:30 Uhr bis 17:00 Uhr: Patientenaufklärung in der Osteopathie-Praxis (RÄ Frau Dr. Oberhauser)
17:00 Uhr bis 18:00Uhr JHV des DVOM e.V.

Veranstaltungsort: AVT-College in 72202 Nagold, Leibnizstr. 7

Teilnahmegebühr für DVOM-Mitglieder: 25,- Euro und für Nichtmitglieder: 75,- Euro

Hier geht es zur Anmeldung

Update zu SARS Covid-19: Fragen aus der Praxis

Nagold im August 2020: Die Ereignisse der vergangenen Monate haben die Menschen in Deutschland nicht nur verunsichert und auf Distanz zueinander gebracht, sondern auch dazu beigetragen unsere Gesellschaft in unterschiedliche Lager zu spalten. Um diesen Prozess zu stoppen ist es notwendig sich die Meinung und Argumente der jeweils "anderen Seite" anzuhören - auch dann wenn sie nicht dem entsprechen, was der "Mainstream" und sein Narrativ uns glauben lässt.

Aus diesem Grunde möchten wird an dieser Stelle unseren Mitgliedern den "Aufruf an die Osteopathenschaft" des Kollegen Herrn Nikolai Menzel aus Lüneburg, als eine mögliche Sichtweise weiterleiten. Die Veröffentlichung an dieser Stelle bedeutet nicht, dass der Inhalt vollumfänglich der Auffassung des DVOM-Vorstands entspricht.

Aufruf an die Osteopathenschaft: Haltung finden in Corona-Zeiten

Sie alle wissen um die großen Fragwürdigkeiten rund um die Corona-Pandemie. Ich möchte nicht ins Detail gehen – das haben andere zur Genüge getan. Hier nur einige Punkte, damit klar ist, wovon ich spreche: Die fragwürdige Bewertung der Reproduktionszahl durch das RKI, die Frage der Testspezifität, das bloße Aufaddieren von Infektionsfällen ohne Gegenüberstellung der durchgeführten Testmengen, die mehr als vage Todesstatistik, die bisher ungeklärte Rolle medizinischer Interventionen auf die Mortalität (Medikations- und Beatmungsfolgen), psychogene und psychosoziale Faktoren und deren kurz- und langfristige Folgen (Angst, Verunsicherung, Isolation), Lobbyismus der „Gesundheitsindustrie“ in den Parlamenten und der WHO, Sinn- und Unsinn von Maskenzwang, Impfsicherheit von RNA basierten Vaccinen, der nicht-kommunizierte Unterschied zwischen Kranken und Infizierten, die Frage nach der Unabhängigkeit der Leitmedien und ihrer Verantwortung in Krisenzeiten. Viele weitere kontroverse Aspekte gibt es zur Thematik mehr.

Der Gefährlichkeit der Ausbreitung von SARS-CoV-2 (mit einer durchschnittlichen Mortalität von etwa 0,4 %) und ihre möglichen Überlastungsfolgen auf die medizinischen Versorgungseinrichtungen, stehen die enormen Auswirkungen der staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung/Verlangsamung der Übertragungen unverhältnismäßig gegenüber: Lockdown, Schulschließungen, Quarantäne, Erzeugung von Angst und Verunsicherung durch einseitigen Journalismus, Maskenzwang und, womöglich, Immunitätszwang für bestimmte Berufsgruppen, Reisende und Schulkinder. Die Unverhältnismäßigkeit liegt auf der Hand, bedenkt man die langfristigen Auswirkungen auf die Entwicklungs- und Bildungsbiografien unserer Kinder, insbesondere in bildungsfernen/sozialschwachen Milieus, auf psychisch und chronisch Kranke, auf den Arbeitsmarkt (Stichwort Massenarbeitslosigkeit) und die Reichtumsverteilung, die große Teile der Bevölkerung an und unter die Armutsgrenze bringen wird. Man bedenke die hieraus resultierenden sozialen und, vor allem, sozialmedizinischen Folgen.

In diesen Zeiten, in denen dem Übergewicht eines molekularbiologisch und pathogenetisch ausgerichteten Medizindenkens möglicherweise historisch fatale Fehleinschätzungen unterlaufen, obliegt es uns, originäres osteopathisches Denken als kritisches Gegengewicht zu etablieren. Gerade weil wir uns als Osteopathenschaft nicht als im Widerspruch zur Naturwissenschaft verstehen, müssen wir, um nicht als Unterform der orthodoxen Medizin medizinphilosophisch verloren zu gehen, unseren Standpunkt auch vertreten. Als die geistigen Erben Dr. Stills sollten wir uns heute von berufspolitischem Kalkül frei machen und als osteopathische Gemeinschaft eine Haltung zu den Ereignissen finden und diese öffentlich präsentieren. Das „Feindbild Mikroerreger“ als Ursache der Krankheit ist wahrlich kein osteopathischer Standpunkt, wissen wir doch aus der Perspektive unserer Profession nur allzu gut, dass die systemische Antwort der Körperphysiologie und ihr qualitativer Zustand über Krankheit und Verlauf entscheiden.

Mit eben dieser Erkenntnis sowie den zu Stills Zeiten beeindruckenden klinischen Resultaten, begann ja bekanntlich die Entwicklungs- und Erfolgsgeschichte der Osteopathie. Waren wir dort nicht in der selben Situation wie heute? Ernste Infektionskrankheiten waren die größte Gefahr - und töteten bekanntlich auch mehrere Mitglieder der Familie Dr. Stills. Aber damals wurde nicht nur eine medizinische Strategie gefunden, es wurde auch eine therapeutische Ethikentwickelt, die auf der unbedingten Pflicht zur Behandlung des Patienten basierte – und nicht etwa der Krankheit (im Patienten). Für den Umgang der Osteopathenschaft mit der Corona-Krise, leiten sich aus dem Gesagten folgende Standpunkte ab, die wir auch öffentlich vertreten sollten:

Die Infektion ist nicht die Krankheit. Infektion ist ein natürlicher und alltäglicher Vorgang unseres Immunsystems.

Qualität und Balance der Körperhomöostase, auf allen Ebenen des Organismus, entscheiden über Krankheit und Verlauf.

Die Krankheit ist nur mittelbar die Folge eines Triggers (z. B. einer Infektion mit SARS-CoV-2).

Die Profession der Osteopathie möchte ihren Beitrag zur Bewältigung der Pandemie leisten, in dem sie den Fokus vom Erreger auf den Wirt verschiebt.

Die Profession der Osteopathie möchte immunologische Resilienz fördern, in dem sie physiologische Kapazitäten therapeutisch unterstützt und erweitert.

Die Profession der Osteopathie kritisiert das Wissenschaftsverständnis diverser führender Institute, wenn diese einseitig erregerfokussierte Maßnahmen und Bewältigungsstrategien empfehlen (Medikamente, Vaccine, AHA, Lockdown) und Milieu-Faktoren ignorieren.

Übertriebene desinfizierende und isolierende Maßnahmen schwächen langfristig die immunologische Potenz (durch fehlendes Immuntraining, neurovegetativen Stress und Schädigung der Mikrofloradiversität).

Menschen der Risikogruppe benötigen besondere, präventiv-therapeutische, Betreuung für adäquate Immunreaktionen im Infektionsfall.

Als Profession können wir an Profil und Authentizität in der Öffentlichkeitswahrnehmung nur gewinnen, wenn wir dem Mainstream nur bedingt folgen und eine divergierende aber wissenschaftlich begründbare Position einnehmen. Denn weder leugnen wir die Existenz des Erregers noch seine potenzielle Gefährlichkeit. Wohl aber relativieren wir eine rein erregerfokussierte Sichtweise und kritisieren den fehlenden interdisziplinären Diskurs, insbesondere mit Blick auf die psychoneuroimmunologischen und sozialmedizinischen Zusammenhänge. Und dies als Angehörige einer holistisch und salutogenetisch denkenden Medizinform, die sich seit Anbeginn ihrer Entstehung auf Vernunft und Wissenschaft einerseits, andererseits aber auf Humanität beruft und Eigenständigkeit proklamiert!

Eine gemeinsame Veröffentlichung der Konsensgruppe und/oder eine von den kleinen und großen Osteopathie-Verbänden gemeinsam betriebene Webseite mit Infos zu fachlichen und rechtlichen Aspekten osteopathischer Prävention und Therapie von Covid-19, Diskussionsveranstaltungen und kritische Artikel in den osteopathischen Fachjournalen – dies wären mutige Schritte, die zu einem ausgewogeneren Umgang mit Corona beitragen und somit helfen könnten, soziale und gesundheitliche Folgen abzumildern. Besonders mit Blick auf die schwächsten Gruppen unserer Gesellschaft, Arme, Kranke und Kinder, wäre dies ein Zeichen wahrer Solidarität und hippokratischer Ethik.

Kontakt zum Autor: Praxis für klassische Osteopathie, Nikolai Menzel | BSc. ost. Soltauer Straße 130b, 21335 Lüneburg

Nagold im Juli 2020: In der Juli-Ausgabe 2020 des Journal of the American Osteopathic Association wurde ein Beitrag von Eric Martinez, BS und David Redding, DO (Department of Neuromusculoskeletal Medicine/ Osteopathic Manipulative Medicine, College of Osteopathic Medicine of the Pacific, Western University of Health Sciences, Pomona, California) unter dem Titel “Osteopathic Response to COVID-19 Pandemic” publiziert. In diesem lesenswerten Brief an den Editor (hier können Sie den Originalbeitrag downloaden: https://doi.org/10.7556/jaoa.2020.081) vertreten die beiden Autoren die Ansicht, dass in Zeiten der Covid-19-Pandemie, die Osteopathie eine besondere Form der medizinischen Versorgung der von der Viruserkrankung betroffenen Patienten ermöglicht. Dabei verweisen sie auf die Möglichkeit durch Osteopathische Manuelle Medizin (OMM) den lymphatischen Flow anzuregen um damit das Immunsystem zur stärken, Restriktionen des knöchernen Thorax zu eliminieren und dabei indirekt positiv auf die Lungenfunktion einzuwirken, sowie die Kontrolle des autonomen Nervensystems zu beeinflussen. Mit diesen Vorstellungen greifen die Autoren Martinez und Redding Ideen auf, wie sie zuvor schon zu Beginn der Pandemie in Beiträgen während der AAO-Convocation in Colorado Springs formuliert wurden (vergleiche Newsletter des DVOM vom März 2020) und sich auch in dem kürzlich produzierten und Online verfügbaren Webinar „Osteopathie nach SARS-CoV-2“ (https://www.avt-osteopathie.de/weiterbildungstermine/webinare/) finden.

Wie bereits die Redner der Convocation, führen auch Martinez und Redding die überlieferten Erfolge der Osteopathen in Amerika zu Zeiten der Spanischen Grippe zu Beginn des 20-zigsten Jahrhunderts an.

Patienten, die an der Spanischen Grippe erkrankt sind, liegen 1918 in Betten eines Lazaretts auf einem Militärstützpunkt in Kansas (USA). (National Museum of Health and Medicine/picture alliance/National Muse)

Dabei greifen die Autoren auf den Vergleich mit dem vermuteten Ausbruch der Corona-Krankheitswelle in Wuhan zurück, vergessen jedoch dabei beflissentlich, dass der Ursprungsort für die Erkrankung 1918 eine Farm in Kansas gewesen ist. Vom Mittleren Westen aus breitete sich die Krankheit dann rasch bis an die Küsten der USA aus. Als im März 1918 amerikanische Soldaten nach Europa eingeschifft wurden - insgesamt eine Million Mann -, kamen auch infizierte Soldaten mit an Bord. Angesichts der beengten Lebensverhältnisse auf den Schiffen konnte sich die Grippe unter den Soldaten schnell ausbreiten. Etliche sind während der Überfahrt gestorben. Die infizierten Soldaten brachten die Krankheit nach Europa. In Deutschland brach die Spanische Grippe im März 1918 aus. Die Zeitungen berichteten darüber allerdings nicht. Es herrschte eine Zensur und man wollte dem Kriegsgegner gegenüber ja nicht als schwach erscheinen. Spanien allerdings nahm am Krieg nicht teil, dort gab es keine Zensur und von dort gab es Meldungen über die grassierende Grippe. Auch der spanische König erkrankte, was die Menschen damals natürlich interessierte. So entstand der Name der Pandemie.

Im Verständnis der Osteopathie mutet es auch sehr bedenklich an, in dem oben genannten Beitrag die folgende Passage zu lesen: „Another unique advantage OMT may have is the ability of the body to respond to a vaccine more effectively.“ Mit dieser Einlassung optionieren Martinez und Redding eine mögliche Impfung als probate medizinische Intervention ohne einen einzigen Gedanken über die möglichen Folgen eines völlig neunen, bislang nicht im Ansatz vernünftig getesteten mRNA-Impfstoffes, der in das Genom der geimpften Menschen eingreift, zu verlieren. Gerade die Osteopathische Medizin, die einen salutogenetischen Ansatz zu ihrer positiven Grundannahme gemacht hat, sollte sich mit diesem Thema doch sehr viel differenzierter auseinandersetzen. Schade, dass hier keine adäquate Reflexion erfolgt.

Erfahren Sie mehr über ein optimiertes Praxis-Management:

Informieren Sie sich zu diesem Thema an Hand der Videopodcasts im Mitgliederbereich.

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